Budget & clever einkaufen

Mit Secondhand 1’000 CHF im Jahr sparen: eine anpassbare Methode

Mit Secondhand 1’000 CHF im Jahr zu sparen ist ein Ziel, das du mit deinem Budget prüfen kannst, kein garantiertes Ergebnis. Es entspricht rund CHF 83.35 monatlich oder einfach gerundet CHF 84. Manche Haushalte haben dieses Potenzial, andere haben ihre Käufe bereits reduziert oder finden weniger passende Gelegenheiten.

Die Methode: echten Bedarf vergleichen, Gesamtkosten berechnen und die Ergebnisse festhalten. Viele günstige Angebote zu kaufen reicht nicht zum Sparen.

Trenne vermiedene Ausgaben von Einnahmen

Eine Kaufersparnis ist die Differenz zwischen dem Betrag, den du vernünftigerweise bezahlt hättest, und den Gesamtkosten deiner gewählten Lösung. Ein Verkaufserlös ist Geld für etwas, das dir bereits gehörte. Beides entlastet das Budget, beschreibt aber Unterschiedliches.

Führe zwei getrennte Spalten. Sonst zählst du einen Verkauf möglicherweise als Ersparnis und denselben Betrag nochmals beim Ausgeben. Wenn du deine Ausgabenreduzierung messen möchtest, erfasse zuerst vergleichbare Käufe.

Fiktives Beispiel: Du hattest einen neuen Artikel für CHF 80 eingeplant. Du findest ein passendes Exemplar für CHF 35 und bezahlst CHF 7 Versand. Die veranschaulichte Ersparnis beträgt CHF 38, nicht CHF 45. War der Kauf gar nicht geplant, bleiben die CHF 42 eine zusätzliche Ausgabe.

Wähle zwei oder drei passende Ausgabenbereiche

Schau auf den nächsten Bedarf deiner Familie: Kleider in der nächsten Grösse, zu ersetzende Ausstattung, konkret gesuchte Bücher oder Spielsachen. Einige greifbare Bereiche lassen sich leichter bearbeiten als sämtliche Inserate.

Beginne bei Kleidern mit einer Bestandsaufnahme der Garderobe. Schau bei Büchern auf die Lesewünsche deines Kindes und auf bereits vorhandene Titel. Ein Warenkorb voller doppelter Bücher ist keine Ersparnis, selbst bei einem tiefen Stückpreis.

Kaufe nichts zusätzlich, nur um ein Sparziel zu erreichen. Ein Monat ohne Bedarf darf ein Monat ohne Kauf sein.


Blätter, ein Taschenrechner und ein Kinderpullover auf einem dunklen Tisch.

Vergleiche die Gesamtkosten für denselben Zweck

Addiere bei jedem Angebot:

  • den Kaufpreis;

  • Versand oder nötige Anfahrt;

  • fehlende unverzichtbare Teile und Zubehör;

  • Reparaturen oder besondere Reinigung, die du bereits einplanen musst.

Vergleiche dann mit der Lösung, die du tatsächlich gewählt hättest. Der höchste Listenpreis ist kein guter Massstab, wenn du sonst ein günstigeres Aktionsmodell gekauft hättest. Rechne auch einen späteren Weiterverkauf nicht als sicher ein. Er hängt von Zustand, Nachfrage und deiner verfügbaren Zeit ab.

Bei Kinderwagen hilft der Ratgeber zur Wahl eines passenden Modells für deinen Alltag zu prüfen, ob die Angebote denselben Bedarf decken. Ein Kinderwagen, der nicht in deinen Kofferraum passt, lohnt sich für eure Familie nicht.

Ein Jahresbeispiel, kein Schweizer Durchschnitt

Ein rein beispielhaftes Szenario: acht nötige Käufe mit je CHF 50 Preisunterschied und sechs mit je CHF 100. Das ergibt CHF 1’000 vermiedene Jahresausgaben, wenn Zusatzkosten bereits abgezogen sind und diese Käufe tatsächlich stattgefunden hätten.

Die Anzahl Käufe ist kein Ziel. Du kannst dasselbe Ergebnis anders erreichen oder darunterbleiben. Deine Übersicht soll Entscheidungen abbilden und dich nicht zum Kaufen drängen, nur um Felder auszufüllen.

Notiere einmal monatlich die vergleichbaren Ersparnisse, ungeplanten Ausgaben und getrennt davon die Verkaufserlöse. So siehst du, welche Bereiche deine Zeit wert sind und welche bei kleinem Ergebnis viel Aufwand verursachen.

Verkaufe eine kleine Auswahl, ohne Einnahmen vorwegzunehmen

Beginne mit Dingen, die du abgeben möchtest. Prüfe den Zustand, mache klare Fotos und beschreibe den Inhalt. Der Ratgeber zum Vorbereiten von Babysachen für den Verkauf hilft beim Vorgehen in kleinen Etappen.

Setze für ein Kleiderpaket einen Startpreis passend zu vergleichbaren Angeboten. Ein veröffentlichtes Inserat ist noch keine Einnahme. Erfasse das Geld nach Zahlungseingang und ziehe Verkaufskosten ab.


Eine Person fotografiert ein Spielzeug und Kleidung für den Weiterverkauf.

Sparen ersetzt keine Sicherheitsprüfung

Prüfe sensible Ausstattung zuerst und sprich erst dann über den Preis. Bei gebrauchten Kindersitzen empfiehlt der TCS unter anderem die Kontrolle der Bauteile und den Verzicht auf Sitze mit Unfallgeschichte. Eine hohe Preisreduktion macht eine unklare Vorgeschichte nicht akzeptabel. [1]

Behalte auch die Zahlung im Blick. Das BACS beschreibt Betrugsfälle, bei denen Verkäufer angeblich Gebühren zahlen müssen, um ihren Verkaufserlös zu erhalten. Überweisungsbestätigungen können gefälscht sein. Bei solchen Forderungen ist Vorsicht angebracht. [2]

Weitere Anhaltspunkte findest du im Kaufratgeber für gebrauchte Babyausstattung. Sie sind unabhängig von der verwendeten Plattform hilfreich.

Diese Woche beginnen, dann beobachten

Wähle einen aktuellen Bedarf, vergleiche einige Angebote und notiere die Gesamtkosten. Bereite danach einen Gegenstand zum Weitergeben oder Verkaufen vor, falls vorhanden. So testest du die Methode, ohne jeden Abend auf der Suche zu verbringen.

Loona bereitet eine Secondhand-Plattform für Familien in der Schweiz vor. Auf der Warteliste kannst du den Start mitverfolgen. Die CHF 1’000 bleiben dein persönliches Budgetszenario. Sie sind weder eine gemessene Durchschnittsersparnis noch ein Versprechen von Loona.

Quellen

[1] TCS — Tipps zum Kauf eines Kindersitzes

[2] BACS — Kleinanzeigenbetrug: trotz Verkauf bezahlen

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© 2026 Loona — Alle Rechte vorbehalten

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